T’SCHULDIGUNG (2)

Извинение

Уважаемое руководство газовой промышленностью и весьма уважаемые господа руководители Российской Федерацией,

Может быть в начале мы позволим себе небольшое объяснение, поскольку мы должны что-то ответить органам массовой информации(СМИ), Из соотношения, которые мы почерпнули из СМИ, с которыми стало ясно, что вы имеете очень близкие с ними отношения, мы поступаем просто и обращаемся к вам непосредственно.

usw… Für unsere Leser folgt hier gleich die Übersetzung:

Liebe Leitung der russischen Gasindustrie und sehr geehrte Führer der Russischen Föderation,

vielleicht vorweg eine kleine Erklärung, warum wir Sie gemeinsam anschreiben: wie wir den Medien immer wieder entnehmen können, gibt es ein deutliches Naheverhältnis zwischen Ihnen beiden. Daher machen wir es uns einfach und wenden uns gleichzeitig an Sie beide.

Wir gratulieren Ihnen!

Sie haben es wirklich geschafft, gerade noch rechtzeitig Olympische Spiele abzuwickeln und dabei keine Kosten und Mühen gescheut zu haben. Wie den Medien zu entnehmen war, haben Sie alleine rund 37 Milliarden Euro für die Investitionen ausgegeben wobei die Spiele in Vancouver, Salt Lake City und Turin zusammen rund 5,5 Milliarden gekostet haben; eine Lerchenflatulenz dagegen. Da ist es doch gerecht, dass zum ersten Mal in der Geschichte der Olympischen Spiele seit 1896 nicht der IOC-Präsident sondern der Führer des Gastgeberlandes die Eröffnungsworte gesprochen hat. Vielleicht ist auch einiges des vielen Geldes zersägt* worden und nicht alles angekommen, da in den Medien immer wieder von aufgrund der Spiele enteigneten Menschen berichtet wird, die immer noch auf ihre Entschädigung warten.

Österreich verbraucht rund 10 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr was ungefähr 110 Milliarden kWh beziehungsweise 110.000 GWh entspricht. Rund die Hälfte kommt aus der Russischen Föderation; also 55.000 GWh, was wohl rund 5—6 Milliarden Euro pro Jahr an Kosten in Österreich verursacht.

Der Anbieter Gazprom (Газпром) hat einen Jahresumsatz von rund 130 Milliarden Euro und einen Gewinn von ca. 30%, wobei vermutet wird, dass vor Gewinn schon einiges an Geld in anderen Kanälen versickert (zersägt* wird). Nach Adam Riese finanziert Österreich nach Verteilung rund 2 Milliarden Euro am Gewinn der Gasgiganten. Da leisten wir im internationalen Vergleich einen deutlichen Anteil von rund 5% zur Finanzierung der Olympischen Spiele in Sotschi; Salzburg wäre deutlich günstiger gekommen…

Nun zurück zum Thema dieses Beitrages. Sie haben eben diese Spiele gerade noch rechtzeitig gemacht. Gerade noch rechtzeitig deshalb, weil Ihnen in Zukunft das Geld ausgehen wird:

Sie werden nämlich weniger Gas verkaufen.

Die Österreicher werden nämlich in Zukunft weniger Gas verheizen, weil sie immer mehr easyThermen. Wenn sie nun meinen, easyThermen verbraucht elektrischen Strom, der zu wertvoll sei um ihn zu verheizen, erlauben Sie mir folgenden Vergleich:

Gas besteht zu 100% aus fossilen, also nicht regenerativen Energien. Strom in Österreich allerdings beinhaltet zwischen 76—80% regenerativen Anteil aus Naturkraft (Wasser, Wind, Sonne) und dieser Anteil ist eindeutig nicht fossil. Und da ist sicher in Zukunft noch mehr drin! Wer noch vor 10 Jahren behauptet hätte, dass das Burgenland (hier gibt es praktische keine Wasserkraft) energieautonom werden könnte wäre ausgelacht worden. Heute erzeugt das Burgenland in der Jahresdurchrechnung mehr Strom aus Windkraft als es verbraucht. Dieses Konzept wird weiter Schule machen und easyThermen stellt damit das einzig richtige – weil ökologisch vertretbare – Heizen dar.

Das olympische Feuer ist erloschen.

Wir bedauern daher, dass dies wahrscheinlich Ihre letzten Olympischen Spiele waren und wünschen das Beste für Ihre Zukunft, in der Gasgürtel wohl etwas enger geschnallt werden muss.

*) zersägen, russ. распили́ть, steht gemeinhin für die Verteilung von Geldern, die nicht zweckgemäß verwendet werden. In Österreich wird dies Schmiergeld genannt.

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