Leistbares Wohnen – Die Lösung vom Elektrotechniker

Niedriger Heizwärmebedarf und energie-effiziente Ausstattung – das zeichnet den modernen, umweltgerechten Wohnbau aus. Vor allem erstes erfordert aufwändige Bau- und Haustechnik. Immer stärkere Wärmedämmungen und luftdichte Bauausführung werden durch aufwändige Heizungs- und Lüftungsanlagen ergänzt. Bei der Heiztechnik sind insbesondere beim Einsatz von Wärmepumpen großflächige Niedrigtemperatur-Heiz-„Körper“, also Boden und Wandheizungen erforderlich, um auch bei niedrigen Vorlauftemperaturen (die wiederum für hohe Arbeitszahlen der Wärmepumpen benötigt werden) ausreichend Wärme in die Innenräume zu bringen. Die ökologisch ebenso mögliche Biomasseheizung benötigt wiederum eine ausreichende Größe von verbauten Flächen, um Heizungsanlage und Brennstofflager unterzubringen gepaart mit einem kostenintensiven Service- und Wartungskonzept. All das treibt die Kosten in die Höhe, Einfamilienhäuser werden immer schwerer finanzierbar und selbst der soziale Wohnbau entfernt sich von der Leistbarkeit.

Für eine 80 m² große Wohnung sind auch im 2-3 geschoßigen verdichteten Flachbau plötzlich über € 100,- pro Monat aufzuwänden, die letztlich vom Mieter bezahlt werden. Wie setzt sich dieser Betrag zusammen?

Eine Analyse nach VDI 2067 liefert durch die Trennung in administrations-, investitions-, betriebs- und verbrauchsgebundene Kosten Klarheit über diesen vorerst überraschenden Betrag. Die größte Belastung entsteht durch die Investitionen: bei Installationskosten von rd. € 10.000,- und einem Anteil von € 2.000,- am zentralen Biomasse-Heizhaus, einer Abschreibung über 20 Jahre bei 4% Zinsen sind dies Kosten von € 72,- pro Monat. Nicht unbeträchtlich sind auch Service und Wartung mit rund € 18,- pro Monat. Am geringsten sind aufgrund der guten angenommenen Dämmung noch die verbrauchsgebundenen Kosten mit € 14,- pro Monat. Beträgt alles zusammen € 104,- an monatlichen Belastungen, welche auch die einkommensschwache Familie im Monat aufbringen muss!

Der Elektrotechniker kann einen Paradigmenwechsel herbeiführen, denn nur ein völlig neuer Denkansatz kann einen Innovationssprung bringen. Dazu muss allerdings aufgehört werden zu denken: "Strom sei zu wertvoll, um ihn zu verheizen". Im Gegenteil verhält es sich so, dass Strom durch den Einsatz von Photovoltaik als einzige Energie unmittelbar vor Ort erzeugt werden kann. Geheizt wird dann mit einem hocheffizienten Infrarot-Heizungssystem, dass sich dadurch auszeichnet, hohe Strahlungsanteile zu besitzen und damit aufgrund hoher physiologischen Wirksamkeit auch noch eine Reduktion für der die die Heizwärme aufzubringenden Energie bedingt. Wird auch hier wieder VDI 20678 angewendet ergibt sich ein erstaunliches und vorerst unerwartetes Bild: Anteilige Photovoltaik und die Infrarotheizung schlagen sich mit gleichartigen Abschreibungsbedingungen wir vorher mit € 70,- pro Wohnung und Monat zu Buche, Wartung und Service sind praktisch Null und was ist nun mit den Verbrauchskosten? Teures Heizen mit Strom? Von wegen! Die Photovoltaik liefert in der Jahresdurchrechnung um mehr als 2.000 kWh mehr Energie als die Heizung verbracht. Selbst mit nur 9 ct bewertet bewirkt dies negative Verbrauchkosten von € 16,- pro Monat und in Summe damit nur € 54,- an monatlichen Belastungen für die Mieter. € 50 pro Monat beziehungsweise € 600 pro Jahr Einsparungen für die einkommensschwachen Mieter – eine wesentliche Verbesserung der Lebenssituation!

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